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Satz des Tages

Satz des Tages aus dem Film "Die Delegation (1970) , gesprochen von einem Major der US-Armee:
"Wer auf einem Planeten landet, auf dem nur Mord und Totschlag herrscht,
dem ist nicht zu helfen".

Ehrlich gesagt, ich würd es mir auch verkneifen.

10.3.07 16:48, kommentieren

Thema Überfischung der Meere

Zu diesem Thema habe ich einiges aus verschiedenen Quellen zusammengetragen

Die Meere und ihre Überfischung
- Allgemein gelten ca 10% aller Meere als produktiv d.h. innerhalb einer Nahrungskette
- Korallenriffe nehmen 1% der Meeresfläche ein,beherbergen aber 25% aller Fische
- Bei Neuseeland wurde der langsam wachsende "Orange Roughy" durch Überfischung (40k Tonnen/Jahr) fast ausgerottet,
  trotz nicht genügender Nachzucht wieder zum reglementierten Fang freigegeben
- nach Schätzung des WWF wurden allein im Jahr 1994 zwischen 40 und 70 Millionen Haie getoetet, zum Teil
  lediglich die Flossen abgeschnitten und wieder in das Meer geworfen
- Schätzungen besagen das 1/4  des Fanges sogenannter "Beifang" ist und nicht verwertet wird. Häufig als Kadaver wieder in das Meer geworfen.
- Auf 1 Kilo Krabben kommen ca. 4 Kilo Beifang (Fische u.a.) die sinnlos getötet werden
- Die Nordsee wird bis zu siebenmal im Jahr mit Schleppnetzen abgegrast, zuviel für das Ökosystem
- Heilbutt vor der nordostamerikanischen Küste fast ausgestorben Greenpeace im Dezember 2006 was auf den Tisch darf:
Ein absolutes Bitte nicht! gilt für Heilbutt, Dorsch (Kabeljau), Scholle, Tunfisch, Rotbarsch oder auch Flussaal. Von Letzterem ist nur noch ein kümmerliches Prozent des Gesamtbestandes übrig. So leid es uns tut: Diese Arten sind in der Vergangenheit so massiv ausgebeutet worden, dass sie dringend eine Auszeit brauchen. Anderenfalls haben die Bestände keine Chance mehr. Zwar gibt es von fast allen Arten noch irgendwo auf der Welt gesunde Bestände.

- Kabeljaubestände ist bis zum Jahr 1990 im Nordatlantik auf 22k Tonnen gesunken Greenpeace meldet im Jahr 2004:

Anlass für die Beratungen in Brüssel war ein Vorschlag der EU-Kommission, die Tiefseefischerei um 30 Prozent zu reduzieren und die Fangquote zu halbieren. Auch der Internationalen Rat für Meeresforschung (ICES) forderte die Regierungen auf, den Kabeljaufang zu stoppen. In den letzten drei Jahrzehnten ist die Menge an fortpflanzungsfähigem Kabeljau um rund 90 Prozent zurückgegangen.

- Hummer werden noch vor Geschlechtsreife gefangen,daher Nachwuchs gefährdet

- Tierschutzbund.de auf ihrer Website:

Die Hauptfangzeit des europäischen Hummers ist der Sommer. Um dennoch das ganze Jahr über ein gleich bleibend starkes Angebot an Hummern bereit stellen zu können, werden die Tiere „gehältert“. Das bedeutet, dass die im Sommer gefangenen Hummer monatelang mit zusammen geklebten Scheren, ohne Nahrung, in Behältnissen dahinvegetieren. Beim Verzehr ist ein derart gehälterter Hummer daran zu erkennen, dass das Fleisch nicht mehr vollständig seinen Scheren- und Schwanzpanzer ausfüllt.
Die Nachfrage nach Hummer ist in Europa so groß, dass der Bestand des europäischen Hummers nicht ausreicht. Darum wird zu 80% amerikanischer Hummer aus Kanada oder den USA importiert. Die lebenden Tiere werden in Kisten transportiert, die zum Teil nur mit Holzwolle oder Stroh ausgelegt sind. Nur bei langen Transporten werden die Tiere in chemisch präpariertes Wasser verbracht. Schaum vor den Mundwerkzeugen deutet darauf hin, dass die Tiere unter Sauerstoffmangel gelitten haben. Transportschäden wie gebrochene Beine oder geknickte Antennen sind durchaus üblich.
Zur Schlachtung werden Hummer lebendig in kochendes Wasser geworfen, in dem ihr Todeskampf mehreren Minuten dauert. Viele traditionelle Fangregionen sind wegen der großen Nachfrage fast „leergefischt“. In Norwegen und Amerika werden aufgrund dessen Versuche unternommen, Hummer anzuzüchten und dann in den Meeren auszusetzen.

- Insgesamt Ökosystem durch unterbrechungen der Nahrungskette zu Kopflastig. Dazu meldet Greenpeace:

Beutejäger, die ganz oben in der Nahrungskette stehen, sind ein Schlüsselindikator für die Gesundheit des Ökosystems. Ihre Populationen schwinden in beängstigendem Tempo. Von den großen Fischen, die viele von uns so gern essen, wie etwa Tunfisch, Schwertfisch, Marlin, Kabeljau, Heilbutt, Rochen und Flunder sind seit Beginn der industriellen Fischerei in den 1950er Jahren 90 Prozent der Bestände leer gefischt worden. Der Schwund an solchen "Top-Spezies" kann einen Wandel der gesamten Meeresumwelt verursachen, wenn kleine Plankton fressende Fischarten an die Stelle von kommerziell wertvollem Fisch treten. Es ist nicht auszuschließen, dass noch in diesem Jahrhundert Rekordernten von Quallen die von Menschen normalerweise verzehrten Fischarten ersetzen werden.
Solche Veränderungen gefährden die Meere in ihrer Struktur und Funktion. Gleichzeitig sind damit auch diejenigen bedroht, deren Lebensgrundlage immer schon das Meer gewesen ist.

Mein Hauptgedanke,

niemandem soll das Fischessen verwehrt bleiben, der Überflussgesellschaft muss aber ein Ende gesetzt werden.

In den 80er Jahren kritzelten wir schon auf unsere Schulhefte:

Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.

 

 

 

10.3.07 16:58, kommentieren